Durch die Art der Berichterstattung wird - unserer Meinung nach sehr bewusst - Stimmung gemacht auf dem Rücken von Pflegekräften.
Dass sich aufgrund von Prüfergebnissen des MDK keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Qualität von Pflegeeinrichtungen ziehen lassen, ist hinlänglich bekannt. Auch das Recherchenetzwerk Correctiv räumt dies auf seiner Webseite ein, nutzt die Daten des MDK aber dennoch, um Altenhilfe-Einrichtungen mangelhafte Pflege vorzuwerfen. So werden Einrichtungen und Pflegekräfte unter den Generalverdacht gestellt, nicht sorgfältig zu arbeiten - zumindest bis zum Beweis des Gegenteils. Auch wenn gerade die Einrichtungen in katholischer Trägerschaft dabei vergleichsweise gut abschneiden, können wir das so nicht hinnehmen.
Wir erleben täglich, dass unsere Mitarbeitenden sich mit großem Engagement und hoher Professionalität für Patienten, Bewohner, für alte und kranke Menschen einsetzen. Deswegen möchten wir sie bestärken: Lassen Sie sich nicht entmutigen von anderen, die sich selbst solche Aufgaben nicht zutrauen. Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wertvollen Dienst für jeden einzelnen Menschen, den Sie begleiten, und vollbringen eine große Leistung für unsere Gesellschaft.
Anstatt vermeintliche Notstände zu beklagen, werden wir deshalb auch weiterhin, neue Konzepte entwickeln, um die Lebensqualität alter Menschen nachhaltig zu steigern, die Arbeitsbedingungen von Pflegenden weiter zu verbessern, das Ansehen der Pflege in der Öffentlichkeit zu stärken und eine zutreffende Bewertung von Pflegequalität zu ermöglichen.
Andreas Becker und Karl Döring
(Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer e.V.
Regina Schüren
(Bereichsleiterin Caritas - Pflege und Hilfe zu Hause)
Frank Schwaighofer
(Bereichsleiter Stationäre Altenhilfe)