Pflege und Hilfe zu Hause

Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz

Die Senioren-Wohngemeinschaften sind speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet.Die Senioren-Wohngemeinschaften sind speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet.T. Kleinebrahm

Die umfassende Betreuung von demenzerkrankten Menschen stellt für Angehörige eine Herausforderung dar, die sie ohne professionelle Hilfe kaum bewältigen können. Im Klostergarten Kevelaer und im Marienpark Straelen hat der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. daher zwei Wohngemeinschaften speziell für Menschen mit Demenz eingerichtet. Demenzerkrankte erfahren dort neue Lebensqualität. Angehörige werden dadurch spürbar entlastet.

Die Wohngemeinschaften sind räumlich und konzeptionell darauf ausgerichtet, dass demenzerkrankte Menschen mit professioneller Unterstützung weiterhin ihren Alltag so selbstständig und so "normal" wie möglich leben können. Gleichzeitig können die Angehörigen nach ihren Möglichkeiten weiterhin am Leben ihrer demenzerkrankten Familienmitglieder teilhaben.

Der Alltag in den Wohngemeinschaften

Das Leben in den Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz ist zunächst vergleichbar mit herkömmlichen Wohngemeinschaften. Der Alltag spielt sich hauptsächlich in den großen, gemütlichen Gemeinschaftsräumen ab, wo die Senioren gemeinsam klönen, gemeinsam kochen, gemeinsam lachen und gemeinsam trauern - eben gemeinsam leben. Jeder Mieter hat darüber hinaus sein eigenes Appartement, in dem seine Privatsphäre gewahrt bleibt.

In den Wohngemeinschaften kochen und essen die Senioren gemeinsam.In den Wohngemeinschaften kochen und essen die Senioren gemeinsam.

Je nach ihren Fähigkeiten helfen die Senioren mit, in der behindertengerechten Gemeinschaftsküche das Essen zuzubereiten, sie bügeln und falten die Wäsche, trinken zusammen Kaffee oder gehen einkaufen. Unterstützt werden sie dabei von speziell geschulten Alltagsbegleitern, die mithelfen, den Tagesablauf zu strukturieren, um den Senioren Sicherheit und Orientierung im Alltag zu geben. Sie verbringen den ganzen Tag mit den Senioren und unterstützen sie bei allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die sie allein nicht mehr erledigen können.

Rund um die Uhr ist mindestens ein Alltagsbegleiter in den Wohngemeinschaften anwesend. Alle Mitbewohner haben so die Sicherheit, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Ansprechpartner vor Ort ist, der sie persönlich kennt. Die familiäre Atmosphäre in den Wohngemeinschaften und das ansprechende Wohnumfeld im Klostergarten ermöglichen auch im Alter eine hohe Lebensqualität. Denn hier werden die Bewohner nicht nur versorgt, sondern liebevoll umsorgt.

Auch die Angehörigen in den Alltag der Wohngemeinschaft mit einbezogen - sei es, dass sie zu Besuch kommen, beim Kochen helfen oder an gemeinsamen Ausflügen teilnehmen.

Pflege: sorgfältig, aber im Hintergrund

In die Wohngemeinschaften können auch Menschen einziehen, die neben ihrer Demenzerkrankung zusätzlich körperlich beeinträchtigt oder pflegebedürftig sind. Je nach Bedarf können die Bewohner die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Dies geschieht jedoch eher im Hintergrund.

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