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Stand: 03.04.2018

Pressemitteilung

Minister Laumann spricht beim Caritas-Jahresemfpang über die Zukunft der Pflege

Die Moderatorin Regina Schüren, Bereichsleiterin Pflege und Hilfe zu Hause aus Geldern, ergänzte, dass derzeit die meisten Pflege-Azubis über ein Freiwilli-ges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) gewonnen werden.

Im weiteren Verlauf seiner Rede sprach Laumann von der Grundidee der Pflegeversicherung und deren Entwicklung bis heute. Ein Markt an Dienstleistungen sei entstanden, sodass sich der Pflegebegriff entsprechend entwickelt habe. Heute stehe im Vordergrund, wie selbstständig der Mensch seinen Alltag bewältigen könne, sodass sich innerhalb dieser Entwicklung neue Unterstützungsformen über die reine Pflege hinaus ergeben haben, wie beispielsweise die hauswirtschaftliche Versorgung.  

"Das Problem für die Zukunft liegt nicht in der theoretischen Qualifikation, die ein Mitarbeiter für den Beruf mitbringen muss. Dessen Einstellungen und Werte entscheiden darüber, ob er diesen Berufsweg gehen wird oder nicht", sagte Laumann weiter. Außerdem sei der Fokus nicht nur auf die Pflegebedürftigen zu setzen, sondern auch auf diejenigen, die die Pflege leisten. Immer mehr Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden alt werden. Daher sei es umso wichtiger, pflegende Angehörige zu entlasten. Gerade die Tagespflege sei ein wundervolles Instrument, was für Zustimmung bei den Gästen sorgte.

Im Anschluss stellte sich der Gesundheitsminister den Fragen von acht Altenpflege-Azubis. Unter ihnen Fabian Plaep vom Laurentius-Haus in Uedem. Er werde immer wieder im Freundes- und Bekanntenkreis gefragt, wie er nur in der Pflege arbeiten könne. Dabei verwies Laumann nicht nur darauf, dass das Image des Berufes schlechter sei, als er tatsächlich ist, sondern betonte, dass "man als Pflegekraft so viel Anerkennung und Dankbarkeit von den Pflegebedürftigen erfährt, wie in keinem anderen Beruf. Also sollten wir auch einmal über das Gute reden", fordert Laumann. Hinzu käme die Veränderung der Berufsausbildung, die derzeit im Umbruch sei. 

Weezes Bürgermeister Ulrich Francken lobte die Mitarbeiter der beiden Verbände für ihre Arbeit und ihren Dienst am Menschen. Dem schloss sich Weihbischof Lohmann an, der sich bei allen bedankte, die sich so leidenschaftlich für andere Menschen engagieren, ob beruflich oder ehrenamtlich. Insbesondere die Menschen, die in Schwierigkeiten seien oder sich in einer Notlage befänden, gelte es in die Mitte zu holen. Zum Schluss bedankte sich Caritas-Vorstand Rainer Borsch bei allen Rednern und Beteiligten, die zu diesem gelungenen Festakt beigetragen haben.

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