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Stand: 29.02.2016

Pressemitteilung

Brausepulver im Katharinen-Haus: Eine Schafherde verbindet Generationen

Schafe im Katharinen-HausMit seinen Schafen ließ Ferdinand van Ditzhuyzen nicht nur die Herzen der Bewohner im Katharinen-Haus höher schlagen, sondern auch die der Kinder aus dem Sterntaler-Kindergarten.T. Kleinebrahm

8 Schafe und drei Lämmer bevölkerten die Wiese hinter dem Seniorenhaus der Caritas. "Die sind ja ganz nass!", wunderten sich die Kinder, als sie mit ausgestreckten Armen die Schäfchen zu streicheln versuchen. Angelockt vom trockenen Brot, das die Kinder mitgebracht hatten, ließen sich die acht Blessschafe bereitwillig von den Kindern anfassen, und auch drei wenige Wochen alten Lämmer zeigten keine Scheu. Die Bewohner des Katharinen-Hauses hatten es sich bereits auf der Wiese in ihren Gartenstühlen bequem gemacht und ließen sich von dem bunten Treiben richtig anstecken. Zwar freuten sich die Senioren wohl mehr über den Besuch der Kinder als über den der Schafe. Dennoch war auch den Bewohner die Begeisterung anzumerken, als der Schäfer mit einem Lamm auf dem Arm zu jedem einzelnen Bewohner kam. Die Nähe zu den Tieren bewegte auch sonst eher stille Bewohner. Beliebt bei Senioren und Kinder war auch Hüte-Hündin Lucie, die ebenfalls reichlich Streicheleinheiten abbekam.

Nebenbei erzählte Ferdinand van Ditzhuyzen noch allerlei Wissenswertes über die Schafe und seinen Beruf als Schäfer, unter anderem wie er zu seinem fein geschnitzten Schäferstab kam. Den hatte er von einigen Jahren vom damaligen Kevelaerer Pastor Alois van Dornick geschenkt bekommen, der ihn zuvor als Pilgerstab auf dem Jakobsweg benutzt hatte.

Fast zwei Stunden lang dauerte das Spektakel, bei dem Tiere, Kinder und Senioren ganz unkompliziert und einträchtig miteinander in Kontakt kamen. Zum Abschluss durfte jedes Kind noch ein kleines Schaf aus Salzteig mitnehmen, die die Bewohner vorher modelliert und bemalt hatten.

"Es war schön zu sehen, dass wieder alle Beteiligten ganz viel Spaß an der gemeinsamen Begegnung hatten", zeigte sich Monika Behrens, Mitarbeiterin im Katharinen-Haus und Erfinderin des Brausepulver-Projektes, zufrieden. "Ursprünglich hatte ich die Idee, mal ein einzelnes Schäfchen hierher zu holen. Dass der Schäfer nun gleich eine kleine Herde mitbringt, ist für alle umso schöner." Seit vier Jahren stehen die Begegnungen zwischen Kindern und Senioren im Mittelpunkt des Projektes. Eine Portion Brausepulver für jeden dient als Eisbrecher zu Beginn jedes Treffens - daher der Name. Gefördert wird das Projekt unter anderem von der Sankt-Martinus-Stiftung, die soziale Projekte und Initiativen im südlichen Kreis Kleve unterstützt.

Wer selbst einmal die Geschichten von Schäfer Ferdinand van Ditzhuyzen hören oder seine Herde mit über 100 Schafen sehen möchte, kann ihn in seinem "Cafe zum Schafstall" in Twisteden besuchen. Dort serviert er dienstags bis sonntags auch hausgebackenes Brot und Kuchen.

 

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